Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen:
Eine Persönlichkeitsstörung liegt vor, wenn bei einer Person bestimmte charakteristische Eigenschaften und Verhaltensweisen dauerhaft von der Norm abweichen. Dies kann sich im zwischenmenschlichen Bereich, im Bereich der Impulskontrolle, Affektivität oder der Kognition äußern.
Die vorliegende Abweichung muss derart ausgeprägt sein, das ein flexibles Verhalten in wechselnden Situationen nicht mehr angemessen möglich ist. Dadurch entsteht bei der Person selbst oder in deren sozialen Umfeld ein Leidensdruck. Der Beginn des abweichenden Verhaltens muss nachweisbar im späten Kindesalter oder in der Adoleszenz liegen und über lange Zeit stabil auftreten.
In den meisten Fällen werden die Merkmale in zehn verschiedenen Persönlichkeitsstörungen gegliedert, welche sich durch die vorliegenden Verhaltens- und Erlebensweisen unterscheiden. Hier kann es zu Überschneidungen kommen, klare Abgrenzungen sind schwierig.
Paranoide Persönlichkeitsstörung
Schizoide Persönlichkeitsstörung
Schizotype Persönlichkeitsstörung
Dissoziale Persönlichkeitsstörung
Emotional instabile Persönlichkeitsstörung (impulsiver und Borderline Typ)
Histrionische Persönlichkeitsstörung
Narzisstische Persönlichkeitsstörung
Ängstlich-vermeidende Persönlichkeitsstörung
Dependente (abhängige) Persönlichkeitsstörung
Zwanghafte Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen
Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen zählen zu den mit am häufigsten auftretenden psychischen Krankheitsbildern. Frauen und Männer sind etwa gleich häufig betroffen, innerhalb der verschiedenen Unterteilungen unterscheiden sich die Geschlechter jedoch. Etwa zwei drittel der Betroffenen leiden zusätzlich noch an einer weiteren psychischen Krankheit und es besteht ein erhöhtes Risiko an einer Angsterkrankung, Essstörung oder affektiven Störung (Depression, Manie,…) zu erkranken.
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Was macht die Ergotherapie:
Hier muss zu Beginn der Therapie zwischen den verschiedenen Störungsbildern und ihren jeweiligen Schwerpunkten differenziert werden. Je nach ihren Kriterien können bestimmte Themen für den Patienten in den Vordergrund geraten oder besondere Herausforderungen mit sich bringen.
Häufige Themen in der Ergotherapie sind:
Verbesserung der Eigenwahrnehmung
Aufzeigen von dysfunktionalen Erlebnis- und Verhaltensweisen
Vermittlung von angemessenen sozialen Kompetenzen und Reaktionsweisen
Hierarchisieren von Problemen und Strukturierung des Tagesablaufes
Konzentrationsübungen und Aufmerksamkeitstraining
Aufbau einer vertrauensvollen therapeutischen Beziehung
Arbeit an für den Alltag relevante Fertigkeiten
Entspannungsübungen
Erlernen von Stabilisierungstechniken