CRPS - Chronicle Reflex
Paine Syndrome
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CRPS / Morbus Sudeck

CRPS ist ein an den Extremitäten, also Armen und Beinen, auftretendes Schmerzsyndrom. Es wird auch als Neurodystrophie, Algodystrophie, sympathische Reflexdystrophie oder veraltet Morbus Sudeck bezeichnet. Hierbei handelt es sich um eine Erkrankung des Nervensystems, mit einer Fehlregulation des sympathischen Nervensystems, genauer des Nervus Sympathicus, welcher unseren Körper in eine erhöhte Leistungsbereitschaft versetzt. Der Blutdruck steigt, die Schweißbildung verstärkt sich, die Pupillen werden erweitert und das Herz schlägt schneller. Diese Fehlregulation tritt auf infolge von Verletzungen (Trauma) des Armes, der Hand, der Finger oder des Beines / des Fußes. Hierbei spielt die Schwere der Verletzung keine Rolle.
Es wird unterschieden zwischen:
• CRPS I, Verletzung ohne Beteiligung der peripheren Nerven, und
• CRPS II, Verletzung mit Beteiligung der peripheren Nerven

Das Leitsymptom des CRPS ist ein starker oftmals diffuse Schmerz, der oftmals als brennend und stechend beschrieben wird. Es handelt sich hierbei um einen chronischen Schmerz. Der chronische Schmerz unterscheidet sich von dem akuten Schmerz darin, dass die eigentliche Ursache, z.B. ein Bruch des Armes bereits ausgeheilt ist, der Schmerz aber als eigenständige Erkrankung weiterbesteht. Im Falle des CRPS löst er die Fehlregulation des sympathischen Nervensystems aus. Diese führt zu den Begeitsymptomen. Die Extremität schwillt stark an, oft so weit, dass die Haut straff gespannt und glänzend ist. Die Extremität ist entweder sehr heiß oder sehr kalt und verfärbt sich rötlich violett und schwitzt sehr stark. Auch verstärktes Haarwachstum kann auftreten. Häufig tritt auch eine Veränderung der Körperwahrnehmung ein.
Die starke Schwellung und mangelnde Temperaturregulation verstärkt wiederum den Schmerz und der Betroffene gerät in einen Teufelskreis aus Schmerzen und Überreaktion des Nervensystems.

Als Folge der Schmerzen und der Immobilität können die Gelenke an Fingern und Zehen einsteifen. Die Körperwahrnehmung verändert sich, schon leichteste Berührungen der Haut werden als Schmerz wahrgenommen. Auch leiden Patienten mit chronischen Schmerzen häufig unter Depressionen.

Die Ergotherapie sollte immer in Kombination mit einer medikamentösen Schmerztherapie durch den Facharzt und psychotherapeutischen Betreuung stattfinden.

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Die ergotherapeutischen Maßnahmen zielen darauf ab, zunächst die Schmerzen zu reduzieren, in dem die Muskelspannung reguliert und die Eigenwahrnehmung (Propriozeption) verbessert wird. Parallel zur Schmerzreduktion wird durch manuelle Therapie der Gelenke die Beweglichkeit wieder hergestellt, wobei die Belastungsgrenze des Betroffenen unbedingt zu berücksichtigen ist, um den Schmerzkreislauf zu unterbrechen.

Folgende Maßnahmen können in der Ergotherapie durchgeführt werden:

  • Manuelle Therapie
  • Entspannungsübungen zur Tonusregulation
  • Passive, assistive und aktive Bewegungsübungen
  • Sensibilitätstraining und Wahrnehmungstraining der betroffenen Körperbereiche
  • Fein- und Grobmotorik Training
  • Erhalt von Bewegungsabläufen
  • Korrektur von Fehlhaltung
  • Thermische Anwendungen
  • Strom- und Ultraschallanwendung
  • “Normal Moving“

Orthopädie breit gefächert

Unser Kerngebiet ist die Ergotherapie, die sich jeweils in vier Bereiche unterteilt. Überzeug dich gern und finde genügend Informationen für den ersten Kontakt mit uns.

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